1950 – 2000: Heraeus wird zum Global Player
In der Nachkriegszeit profitierte Heraeus von den internationalen Kontakten, die der Unternehmensgründer bereits vor der Jahrhundertwende hergestellt hatte. Hier konnten Dr. Wilhelm Heinrich und Dr. Reinhard Heraeus anknüpfen. So wurden 1958 die ersten ausländischen Vertriebsgesellschaften in Frankreich und Italien gegründet. Es folgten Auslandstöchter und Beteiligungen in den USA, England und Japan sowie Fertigungsstätten in Korea und auf den Philippinen. 1979 überstieg der Auslandsumsatz erstmals den Inlandsumsatz.
1983 übernahm Dr. Jürgen Heraeus in der vierten Generation die Unternehmensleitung. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen vollends zum global agierenden Unternehmen. Er gründete 1985 die Heraeus Holding GmbH und leitete anschließend eine tief greifende Umstrukturierung des Unternehmens ein. Die fünf Kernarbeitsgebiete ordnete er dezentralen, selbständig operierenden Führungsgesellschaften zu: W. C. Heraeus (Edelmetalle), Heraeus Electro-Nite (Sensoren), Heraeus Kulzer (Dental- und Medizinprodukte), Heraeus Quarzglas (Quarzglas), Heraeus Noblelight (Speziallichtquellen).
Diese neuen Management-Strukturen machten Heraeus fit für die Globalisierung. Dr. Jürgen Heraeus dehnte die Aktivitäten des Konzerns in den asiatischen Raum aus und erreichte bald Umsatz und Betriebsergebnis einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe.

1958
Gründung der ersten ausländischen Heraeus-Vertriebsgesellschaften in Frankreich und Italien

1976
Inbetriebnahme eines neuen Edelmetall-Scheidewerkes in Hanau

1983
Die vierte Generation übernimmt die Geschäftsführung: Dr. Jürgen Heraeus

1994
Gründung des Standortes Heraeus Materials Technologies Shanghai China

2000
Übernahme der US-amerikanischen PGP Industries